DAS 2JÄHRIGE MÄDCHEN BEGRIFF DEN UNTERSCHIED ZWISCHEN „GESUND SEIN“ UND „KRANK SEIN“ #1

Lass mich dir davon erzählen  

Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob jemand mir erzählt hatte, dass meine Mama krank war und für ein paar Tage ins Krankenhaus musste. In meiner Geschichte war sie plötzlich weg. Ich kann mich auch nicht an den Tag erinnern oder wie lange es gedauert hat. Ich weiß nur noch, dass sie nicht da war, weil sie krank wurde.

More...

Organsprache – wenn du mal die Möglichkeit hast, höre dir an, was Maria Kageaki dazu sagt


Später als Jugendliche habe ich dann herausgefunden, dass meine Mama schon als Kind immer wieder Wochen bis Monate in Kliniken verbracht hatte. Die Ärzte meinten, sie wäre eine kränkliche Person, vor allem hätte sie große Schwierigkeiten mit den Nieren. Als 2jährige muss es also das erste Mal gewesen sein, dass ich klar mitbekommen habe, dass meine Mama nicht gesund war.

Ich wünsche mir eine Welt, in der jedes Kind eine liebevolle Oma hat

Sie war also eines Tages weg und ich wurde von unserer Oma-Nachbarin, die ich über alles liebte, vom Kindergarten abgeholt. Geschwister hatte ich noch keine und mein Papa kam erst abends heim, ebenso wie der Ehemann meiner Oma-Nachbarin. Ihre eigenen Kinder waren schon längst erwachsen. Und so kam es, dass wir einen tollen Nachmittag zu zweit verbracht haben – und ich meine einen wirklich tollen Nachmittag, ich durfte alles, was ich wollte – bis es dann Zeit wurde, mich ins Bett zu bringen. Da wir Tür an Tür gegenüber wohnten, hat mich meine Oma-Nachbarin in mein Bettchen gebracht. Und in diesem Moment merkte ich, dass meine Mama fehlte. Ich war untröstlich traurig und weinte mich in den Schlaf.

Das Beste, was dir morgens passieren kann: du wachst auf und stellst fest, es geht dir gut

Wie ich schon erzählte, ich weiß nicht, wie oft sich dieses ins-Bett-bringen wiederholte. Ich erinnere mich aber sehr genau, wie ich (gefühlt) mitten in der Nacht wach wurde. Ich sah, dass meine Zimmertür nur angelehnt war und neben der Tür die Handtasche meiner Mama an der Wand lehnte. Heute noch berührt mich diese Erinnerung tief, ich war sehr glücklich! So schnell ich konnte sprang ich aus dem Bett und lief ins Wohnzimmer. Dort saß sie auf dem Sofa! Mama nahm mich ganz fest in die Arme und sagte, sie hätte mich so vermisst und dass sie absichtlich ihre Tasche in mein Zimmer gestellt hatte, damit ich es gleich merke, wenn ich aufwache. Wenig später brachte sie mich ins Bett und blieb bei mir, bis ich eingeschlafen war.

Ich will dieses „Einmal pusten und alles ist wieder gut“

Am nächsten Morgen wachte ich mit einem Plan auf. Ich wusste noch, als ich mal mit Fieber und Husten im Bett lag, brachte meine Mama mir immer wieder Tee mit Zitronensaft und Knoblauch drin. Also sprang ich gleich nach dem Wachwerden aus dem Bett und machte den ganzen Tag über jede Menge, literweise Tee für meine Mama. Mit Knoblauch und Zitrone. Und mit leitungswarmen Wasser, denn der Wasserkocher war mir untersagt. An diesem Tag durfte ich Zuhause bleiben, ich musste nicht in den Kindergarten – das hatte ich am Abend zuvor klar gemacht.

Es wächst das, wo du deine Energie hinein gibst – apfelkerne GesundheitsWerkstatt ist mein Herzblut

Ich erlebte also mit drei Jahren, dass Gesundheit etwas Schönes ist. Und ich durfte den ganzen Tag lang Tee machen und lernte dabei das Gefühl kennen, dass ich viel tun konnte, damit meine Mama gesund bleibt – ich hatte nämlich eine sehr kluge Mama. Natürlich waren es „nur“ die Möglichkeiten einer 2jährigen, aber ich bin mir sicher, dass ihr das Herz aufgegangen ist, weil sie meine Fürsorge gespürt hat. Und ein aufgehendes Herz ist Gesundheit.

Click Here to Leave a Comment Below